Sonnige Tage hatte ich in den letzten Tagen in zweierlei Ansicht: Vom Wetter als auch von der Gefühlslage.
Das Wetter war ziemlich warm als auch kühl, dafür hatten wir viel Sonnenschein, den ich genießen konnte; vielleicht hat das auch meine Stimmung beeinflusst oder auch nicht; darauf weiß ich momentan leider keine Antwort.
Fakt ist aber, dass ich, seitdem ich das Cortison seit letzter Woche nehmen muss, da ich einen leichten Hörsturz hatte, aktiver, wacher, motivierter und allgemein besser gelaunt bin; wenn es auch nicht am ersten Tag der Einnahme war. Alleine heute habe ich erlebt, was ich doch eigentlich alles schaffe, wenn ich wach und nicht erschöpft bin; diese Zeiten, wo das früher für mich zwar selbstverständlich, nichtsdestotrotz aber besonders waren, vermisse ich sehr. Wirklich, richtig sehr. Alles fühlt sich so schwer, anstrengend und unüberwindbar an, weil ich oft so erschöpft bin, meine Gedanken kreisen auch ständig um diese Tatsache und das wiederum ärgert mich; das wiederum ärgert mich, dass es mich ärgert. Seufz. Alles ziemlich verrückt.
Positiv bin ich grundsätzlich schon gestimmt und ich versuche auch ganz bewusst meine Gedanken in diese Richtung zu steuern, aber selbst das ist manches Mal zu anstrengend. Egal jetzt, heute ging es mir gut und darüber möchte ich schreiben!
Es ging mir so gut, dass ich durch die Wohnung hätte tanzen, singen, springen können! Alles lief so gut und flüssig, das machte mich so unglaublich glücklich. Dazu kam noch eine E-Mail von meiner Arbeit; es ging nur darum, dass an alle aus dem Team das Protokoll der Sitzung weitergesendet wurde und unsere Leitung hat es quasi 1:1 übernommen (also das, was ich getippt habe)! Ich darf bald zudem mit dem Bürgermeister sprechen und unsere Arbeit vorstellen ... was will ich mehr? Mit Menschen agieren, das vorstellen, was einem eine Herzensangelegenheit ist, einige der Dinge, die monatelang liegengeblieben sind, sind teilweise bereinigt bzw. bewältigt worden ... die Wand, die sich vor mir befindet, bekommt Löcher, sie wird durchscheinender und ich kann einige Lichtfetzen erkennen. Vielleicht schaffe ich es ja doch, diesen immens großen Schuttberg zu überwinden, der vor mir liegt. Er bröckelt jedenfalls und das spüre und sehe ich so richtig.
Heute habe ich es geschafft, die Wohnung aufzuräumen, zu einem großen Teil. Zumindest das Arbeits- und Wohnzimmer. Am Wochenende will mir mein Freund dabei helfen, etwas aus der Abstellkammer einzusortieren oder auszumisten. Sie soll leer werden, damit wir einen Teppich auf den Boden legen können, der nicht einmal einen echten Fußboden besitzt, sondern nur aus nacktem Beton (oder was auch immer) besteht (deswegen ist der auch nicht in unserer Miete enthalten, obwohl wir ihn nutzen können, juhuuuu). Lagern möchte ich dann nur beispielsweise mal das Gästebett oder meinen Hängesitz, ansonsten sollte sie leer bleiben; für Lebensmittel eignet sie sich einfach nicht, da es im Sommer zu warm wird und sie keine Fenster, geschweige denn eine Heizung, besitzt.
Außerdem habe ich zwei Beiträge bearbeitet, die ich wohl in geistiger Umnachtung geschrieben haben muss, denn ganz korrekt war die Darstellung leider nicht :-S Wie auch immer das passiert sein mag.
Weiterhin werde ich es nachwievor versuchen, regelmäßig ein paar Minuten zu schreiben und ich hege noch immer die Hoffnung, dass es mir glücken wird. Wenn da nicht ständig diese olle Erschöpfung wäre .(
Immerhin: Angst vorm nächsten Tag habe ich kaum noch, ich kann unbesorgter ins Bett gehen meistens, dennoch mag ich noch immer die Nacht, sie macht mich kreativ und motiviert und dann doch manchmal müde :D
Drückt mir bitte die Daumen, dass ich mehr zum Ausmisten, Lernen, Lesen anderer Blogs (und Kommentieren) komme ..... und und und.
Dienstag, 25. August 2015
Montag, 17. August 2015
Peu à Peu
Peu à Peu - sprich: Schritt für Schritt - geht es mal voran, mal auch zurück.
Mal bewege ich mich in meiner eigenen kleinen Wolke / Blase und habe den Eindruck, dass vor mir nur ein Film abläuft, dann bin ich wieder mal klar im Kopf, bin hochmotiviert und aufnahmefähig, so wie früher. Dieses "Klarsein" ist leider aber eine Seltenheit geworden, einfach Kaffee hilft da nicht. Gelegentlich, ja, tierisch stark aufgebrüht und mit Kakao und Milch versehen, damit es halbwegs herunterzubringen ist. Ich kaufe mir quasi Wachheit und Flucht aus meinem steten Dämmerzustand. Für einige Stunden kann ich den trüben und hoffnungslosen Gedanken entfliehen, bin mir meiner Selbst und meiner Umgebung wieder bewusst, ich singe, lache, bin fröhlich, tanze im Kreis durch die Wohnung bei Guter-Laune-Mucke, räume auf, putze, lerne, miste aus. Vielleicht ist das das, was andere "wie auf Droge" beschreiben. Keine Ahnung, ich habe noch nie welche genommen. Wenn aber die Wirkung nachlässt, geht es mir nicht besonders: Herzrasen, Übelkeit, Frustriertheit, Erschöpfung. Deswegen mache ich das nur, wenn ich der Auffassung bin, dass ich es wirklich benötige. Und irgendwie kann ich es auch kaum noch abwarten, bis ich endlich das Medikament bekomme.
Große Erwartungen hängen an der Wirkung dieses Präparates: Modafinil. Ich habe mich im Internet kundig gemacht, was das überhaupt ist. Es wird scheinbar unter einigen Studenten als Aufputscher auf dem Schwarzmarkt gehandelt, in Amerika wird es massenhaft geschluckt und ist frei zugänglich ... irgendwie nicht so tolle Vorstellungen, die man da vermittelt bekommt, was vermutlich auch der Sinn der Sache sein dürfte. Wie es aber mit vielen Dingen ist: Für die einen Gift, für die anderen ein Heilmittel. Für die einen eine Droge, für die anderen wieder ein Heilmittel. ich gehöre dann also zu letzterer Kategorie.
Mein Hausarzt und mein Gastro haben es abgesegnet, fehlt nur noch mein Neurologe. Da dauert es aber, bis ich einen Termin bekommen habe. Außerdem wurde ich darauf hingewiesen, dass die Tabletten den Appetit dämpfen würden; umso besser, ich habe eh zu viel davon, auch wenn man es mir nicht ansieht ;) Auf Dauer entlastet das hoffentlich meine Geldbörse dann oder einfach die Nervosität, wenn einmal nichts im Hause ist.
Im Oktober kann ich endlich wieder studieren hoffentlich, ich freue mich schon so. Das Nichtstun(können) geht an die Materie und meine Gedanken kreisen stets nur um diese verdammte Müdigkeit. Oft bin ich erschöpft, müde und will nur schlafen. Lege ich mich aber hin zum Schlafen, wache ich vor zwei Stunden nicht richtig auf. Zwischendurch schon, aber dann ist da so eine extreme, sumpfige und zähe Müdigkeit da, dass ich es nicht schaffe, meine Gedanken dahin zu steuern, dass sie meinem Körper sagen, dass er aufstehen soll; und wenn ich es endlich geschafft habe, bin ich so sehr müde und bereue es abermals, dass ich mich überhaupt schlafen gelegt habe. Lange Zeit habe ich mich deswegen für faul gehalten und kann es auch heute nicht so ganzabschütteln, aber ich habe es verstanden, dass es nicht ganz an mir lag.
Mal bewege ich mich in meiner eigenen kleinen Wolke / Blase und habe den Eindruck, dass vor mir nur ein Film abläuft, dann bin ich wieder mal klar im Kopf, bin hochmotiviert und aufnahmefähig, so wie früher. Dieses "Klarsein" ist leider aber eine Seltenheit geworden, einfach Kaffee hilft da nicht. Gelegentlich, ja, tierisch stark aufgebrüht und mit Kakao und Milch versehen, damit es halbwegs herunterzubringen ist. Ich kaufe mir quasi Wachheit und Flucht aus meinem steten Dämmerzustand. Für einige Stunden kann ich den trüben und hoffnungslosen Gedanken entfliehen, bin mir meiner Selbst und meiner Umgebung wieder bewusst, ich singe, lache, bin fröhlich, tanze im Kreis durch die Wohnung bei Guter-Laune-Mucke, räume auf, putze, lerne, miste aus. Vielleicht ist das das, was andere "wie auf Droge" beschreiben. Keine Ahnung, ich habe noch nie welche genommen. Wenn aber die Wirkung nachlässt, geht es mir nicht besonders: Herzrasen, Übelkeit, Frustriertheit, Erschöpfung. Deswegen mache ich das nur, wenn ich der Auffassung bin, dass ich es wirklich benötige. Und irgendwie kann ich es auch kaum noch abwarten, bis ich endlich das Medikament bekomme.
Große Erwartungen hängen an der Wirkung dieses Präparates: Modafinil. Ich habe mich im Internet kundig gemacht, was das überhaupt ist. Es wird scheinbar unter einigen Studenten als Aufputscher auf dem Schwarzmarkt gehandelt, in Amerika wird es massenhaft geschluckt und ist frei zugänglich ... irgendwie nicht so tolle Vorstellungen, die man da vermittelt bekommt, was vermutlich auch der Sinn der Sache sein dürfte. Wie es aber mit vielen Dingen ist: Für die einen Gift, für die anderen ein Heilmittel. Für die einen eine Droge, für die anderen wieder ein Heilmittel. ich gehöre dann also zu letzterer Kategorie.
Mein Hausarzt und mein Gastro haben es abgesegnet, fehlt nur noch mein Neurologe. Da dauert es aber, bis ich einen Termin bekommen habe. Außerdem wurde ich darauf hingewiesen, dass die Tabletten den Appetit dämpfen würden; umso besser, ich habe eh zu viel davon, auch wenn man es mir nicht ansieht ;) Auf Dauer entlastet das hoffentlich meine Geldbörse dann oder einfach die Nervosität, wenn einmal nichts im Hause ist.
Im Oktober kann ich endlich wieder studieren hoffentlich, ich freue mich schon so. Das Nichtstun(können) geht an die Materie und meine Gedanken kreisen stets nur um diese verdammte Müdigkeit. Oft bin ich erschöpft, müde und will nur schlafen. Lege ich mich aber hin zum Schlafen, wache ich vor zwei Stunden nicht richtig auf. Zwischendurch schon, aber dann ist da so eine extreme, sumpfige und zähe Müdigkeit da, dass ich es nicht schaffe, meine Gedanken dahin zu steuern, dass sie meinem Körper sagen, dass er aufstehen soll; und wenn ich es endlich geschafft habe, bin ich so sehr müde und bereue es abermals, dass ich mich überhaupt schlafen gelegt habe. Lange Zeit habe ich mich deswegen für faul gehalten und kann es auch heute nicht so ganzabschütteln, aber ich habe es verstanden, dass es nicht ganz an mir lag.
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